B5 - Plasma in liquidsBubble dynamicsGas bubble dynamics during Plasma Electrolytic Oxidation |
Ehrung
Tim Dirks gewinnt den Uwe-Kappel-Promotionspreis
Herzlichen Glückwunsch an Tim Dirks, der mit dem Uwe-Kappel-Doktorandenpreis ausgezeichnet wurde. Seine Doktorarbeit mit dem Titel „Plasma-getriebene Biokatalyse und die Untersuchung von Plasma-Protein-Wechselwirkungen“ befasst sich mit drei Herausforderungen in der plasma-getriebenen Biokatalyse: der Inaktivierung von Enzymen durch reaktive Plasmaspezies, der begrenzten Produktionsrate von H2O2 und der begrenzten Verfügbarkeit geeigneter Biokatalysatoren. Seine herausragende Arbeit an einer erfolgreichen Strategie zum Schutz von Enzymen durch deren Immobilisierung und Bindung an Beads hat die Effizienz der plasmagetriebenen Biokatalyse erheblich gesteigert.
Der Uwe-Kappel-Promotionspreis wurde im November 2024 zum ersten Mal verliehen. Er wurde von der Fakultät für Biologie und Biotechnologie in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde der Ruhr-Universität ins Leben gerufen, um junge Forscher:innen zu unterstützen und ihre herausragenden Leistungen während ihrer Promotion zu würdigen.
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
SchülerInnenprojektwoche während der Herbstferien
Auch in diesen Herbstferien fand wieder die SchülerInnenprojektwoche an der Ruhr-Universität Bochum statt. Schülerinnen und Schüler konnten aus drei Workshops wählen. Im Workshop "Vom Plasma zur Goldschicht" lernten sie Spannendes über die Eigenschaften und vielfältigen Anwendungen von Plasmen. Mit dem Sputter Coater stellten die SchülerInnen dünne Goldschichten her und untersuchten die Schichten. Sie erforschten, wie das Abscheiden der Schichten am besten gelingt, und stellten ihre Forschungsergebnisse in einer Postersession vor. Die Projektwoche bot auch die Möglichkeit das Arbeitsumfeld von WissenschaftlerInnen aktuelle Forschungsprojekte kennenzulernen und in das Unileben hineinzuschnuppern.
Plasmaschule
Ein Einblick aus der Perspektive einer Doktorandin
Im Oktober 2024 hatte ich die Möglichkeit, die Plasmaschule in Bad Honnef zu besuchen. Ich konnte mein Wissen vor allem im Bereich der Plasmadiagnostik vertiefen und erweitern.
Das fünftägige Programm war vollgepackt mit einer Vielzahl von Vorträgen, die Themen wie Plasmadiagnostik, Plasmamodellierung und hands-on Experimente mit Plasmen abdeckten. Die Struktur des Programms, die nahtlos von allgemeineren Konzepten zu detaillierteren Untersuchungen überging, ermöglichte es den Studierenden, sich voll auf das Thema zu fokussieren. Wir mussten nicht nur zuhören, sondern uns auch aktiv beteiligen, indem wir Fragen gestellt und unsere Erkenntnisse in aktiven Diskursen ausgetauscht haben. So entstand ein äußerst interaktives Lernumfeld, in dem jeder neue Perspektiven und wertvolle Erkenntnisse für seine eigenen Projekte gewinnen konnte.
Die Zusammenarbeit war ein Schlüsselaspekt der Veranstaltung - wir unterstützten uns gegenseitig während der gesamten Woche, was sowohl das individuelle als auch das gemeinsame Lernen förderte. Besonders Hervorheben möchte ich die Abendvorträge und Postersitzungen, die eine entspannte Atmosphäre boten, um unser Wissen zu vertiefen und neue Freunde und Kollegen auf dem Gebiet zu treffen.
Ein herzliches Dankeschön an diejenigen, die diese Gelegenheit ermöglicht haben, und an diejenigen, die lange Anreisen in Kauf genommen haben, um ihr Fachwissen mit uns in Bad Honnef zu teilen. Die Plasmaschule war eine bereichernde und inspirierende Erfahrung für alle Beteiligten.
Amy Cheng, Arbeitsgruppe PIP, Ruhr University Bochum
Öffentlichkeitsarbeit
Türen auf mit der Maus
Am 3. Oktober lud die Fakultät Physik an der Ruhr-Universität Bochum Kinder zum Mausttag ein. Nach der Physikshow konnten die Kinder in zahlreichen Workshops experimentieren und die Welt der Physik erkunden. Im Plasma-Workshop lernten die Teilnehmer:innen Plasmen und ihre wichtigen Anwendungsfelder wie das Beschichten von Oberflächen kennen. Dazu konnten sie selbstständig Plasmen zünden, experimentieren und mit dem Sputter Coater Proben beschichten.
Konferenz
Zwei PhD Studierende auf der Hakone Konferenz
Soad Mohsenimehr und Henrik van Impel (A6) stellten auf der 18. Hakone-Konferenz (1. bis 6. September 2024) ihre neuesten Forschungsergebnisse vor. Die Veranstaltung in Padua, Italien bot zahlreiche aufschlussreiche Vorträge, die sich mit Niedertemperaturplasmen bei Atmosphärendruck und ihren Anwendungen in plasmachemischen Prozessen befassten. Eines der Highlights der Konferenz war die aktive Beteiligung von Studierenden: 22 der 56 Vorträge wurden von Doktorand:innen gehalten, was ein sehr attraktives Umfeld für junge Forscher schuf. Insbesondere wurden dielektrische Barrierenentladungen im Hinblick auf ihre Effizienz beim Einsatz mit Katalysatoren und die grundlegende physikalische Dynamik der Entladungen diskutiert. Weitere Themen waren Plasmaanwendungen in der Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung sowie die Wechselwirkung zwischen Plasma und Flüssigkeit. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen bot die Konferenz eine hervorragende Plattform für Doktorand:innen, um sich mit internationalen Teilnehmenden aus 24 Ländern zu vernetzen und die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen zu fördern.
